Wärmegesetze

Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz des Bundes (EEWärmeG)

Für Neubauten kommt das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz des Bundes (EEWärmeG) zum Tragen. Es fordert seit dem 1. Januar 2009 den Einsatz erneuerbarer Energien zur Deckung des Jahresheizwärmebedarfs. Als erneuerbare Energien erkennt das Gesetz:

  • Solare Strahlungsenergie
  • Biomasse
  • Geothermie und
  • Umweltwärme an.

Je nach genutzter Energiequelle muss der Wärmeenergiebedarf zu einem bestimmten Anteil abgedeckt werden. So müssen Solaranlagen beispielsweise mindestens 15 % des Wärmebedarfs decken.

Wer gegen die Nutzungspflicht verstößt, kann mit einer Geldbuße belegt werden.

Erneuerbare-Wärme-Gesetz Baden-Württemberg (EWärmeG)

Seit dem 1. Januar 2008 gilt das Gesetz zur Nutzung erneuerbarer Wärme­energie in Baden-Württemberg, kurz Erneuerbare-Wärme-Gesetz Baden-Württemberg (EWärmeG). Zweck dieses Gesetzes ist es, im Interesse des Klima- und Umweltschutzes den Einsatz von erneuerbaren Energien zu Zwecken der Wärmeversorgung in Baden-Württemberg zu steigern, die hierfür notwendigen Technologien weiter auszubauen und dadurch die Nachhaltigkeit der Energieversorgung zu verbessern. 

Am 1. Juli ist das novellierte Erneuerbare-Wärme-Gesetz (EWärmeG) in Kraft getreten. Mit der Novelle werden neben Wohngebäuden nun auch Nichtwohngebäude in den Geltungsbereich aufgenommen und der Pflichtanteil für erneuerbare Energien von bisher 10 auf 15 Prozent angehoben.

Unter erneuerbaren Energien wird

  • Solarthermie
  • Geothermie
  • Biomasse einschließlich Biogas und Bioöl sowie
  • die Nutzung von Umweltwärme einschließlich Abwärme durch Wärmepumpen verstanden.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang jedoch eine sinnvolle Beratung, Planung und Installation vom Fachmann. Denn nicht jede Nutzung von regenerativen Energien ist überall machbar. Jedoch bietet das Gesetz eine größere Zahl an sogenannten Erfüllungsoptionen und weitreichende Kombinationsmöglichkeiten für Hauseigentümer. Informationen dazu wie auch zur Nachweisführung erhalten Sie bei Ihrem Innungsfachbetrieb – leicht zu finden über die Schnell­suche.

Energieeinsparverordnung (EnEV)

Bei der Energieeinsparverordnung (EnEV) handelt es sich um eine Verordnung über energiesparenden Wärmeschutz und energiesparende Anlagentechnik bei Gebäuden.

Am 1. Mai ist die neue Energieeinsparverordnung in Kraft getreten. Damit gelten ab dem 1. Januar 2016 für Neubauten strengere energetische Anforderungen: der zulässige Jahres-Primärenergiebedarf soll um durchschnittlich 25 Prozent gesenkt werden, der Dämmstandard der Gebäudehülle um durchschnittlich 20 Prozent angehoben werden. Bei Bestandsgebäuden gelten weiterhin die Sanierungsvorgaben der EnEV 2009.

Bisher mussten alte Öl- und Gas-Standardheizkessel ausgetauscht werden, die vor 1978 eingebaut wurden. Ab 2015 gilt diese Regelung auch für Kessel, die älter als 30 Jahre sind. Ausgenommen von dieser Regelung sind Brennwertkessel und Niedertemperaturkessel mit besonders hohem Wirkungsgrad. Besitzer von Ein- und Zweifamilienhäusern genießen auch in Zukunft Bestandsschutz und sind weiterhin von der Austauschpflicht ausgenommen, wenn sie am 1. Februar 2002 selbst darin gewohnt haben. Beim Verkauf muss der neue Eigentümer jedoch der Austauschpflicht innerhalb von zwei Jahren nachkommen.

Die Regelungen zu Nachtspeicherheizungen wurden im Juli 2013 wieder außer Kraft gesetzt. Diese müssen damit nicht ab dem Jahr 2020 außer Betrieb genommen werden.

In Zukunft werden alle neu ausgestellten Energieausweise für Wohngebäude verschiedene Effizienzklassen enthalten. Diese Klassen A+ bis H kennen Verbraucher bereits von den Effizienzlabeln bei Elektrogeräten. Diese Neuerung soll vor allem Mietern und Käufern als Orientierungshilfe bei der Immobiliensuche dienen. Die energetischen Kennwerte der Immobilie müssen Verkäufer und Vermieter dann auch mit der Immobilienanzeige veröffentlichen. Bereits vorhandene Energieausweise müssen aber nicht erneuert werden, hier reicht weiterhin die Angabe des Energiekennwerts.

Ausführliche Informationen zu den Änderungen und Auswirkungen der EnEV veröffentlicht die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online in ihrem Dossier zu diesem Thema.

Weitergehende Informationen sind ebenfalls bei der Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg erhältlich (www.kea-bw.de).

Eine individuelle Beratung erhalten Hausbesitzer von den SHK-Innungsfachbetrieben.

1. Bundes-Immissionsschutzverordnung

Am 22. März 2010 ist die neue 1. Bundes-Immissionsschutzverordnung
(1. BImSchV) in Kraft getreten. Mit der Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen, hierzu zählen Heizungsanlagen und Einzelraumfeuerungs­anlagen wie Kaminöfen, Kachelöfen, Herde und offene Kamine, soll ein Beitrag zur Reduzierung der Feinstaubemissionen erreicht werden. Dieses Ziel soll mit einer neuen Generation von Feuerungsanlagen sowie durch Sanierungsrege­lungen bei bestehenden Anlagen erreicht werden. Insbesondere bei der Neuanschaffung oder auch bei bestehenden Kamin- und Kachelöfen sind veränderte Anforderungen zu beachten.

Fragen Sie Ihren SHK-Innungsfachbetrieb – die „Meister mit dem Eckring.de“ können Ihnen die Auswirkungen der 1. BImSchV für Ihre Feuerungsanlage erläutern.
 

Schornsteinfegerhandwerksgesetz

Zum 31. Dezember 2012 ist die Übergangsregelung gemäß Schornsteinfegerhandwerksgesetz beendet worden. Seit dem 1. Januar 2013 gelten neue Regelungen. Der Fachverband hat eine Information für Hausbesitzer erstellt, die hier zum Download zur Verfügung steht.